Wenn Sie T-Shirts bedrucken lassen möchten, stoßen Sie fast immer auf zwei Begriffe: Siebdruck und DTF (Direct To Film). Beide Verfahren sind in der Textildruckbranche weit verbreitet und liefern auf den ersten Blick gute Ergebnisse.

Viele Erklärungen konzentrieren sich jedoch stark auf die Technik selbst. Für Kundinnen und Kunden sind meist andere Fragen wichtiger: Was kostet der Druck pro T-Shirt? Wie lange dauert die Produktion? Und hält der Druck auch nach vielen Wäschen?

Dieser Artikel richtet sich an alle, die T-Shirts bedrucken möchten, ohne sich durch komplizierte Fachbegriffe kämpfen zu müssen. Ziel ist ein ehrlicher Vergleich zwischen Siebdruck und DTF – mit Fokus auf Kosten, Produktionszeit und Qualität im Alltag.

1) Siebdruck vs DTF: Was diese Entscheidung für Kunden wirklich bedeutet

DTF wird oft als moderne Lösung dargestellt, während Siebdruck manchmal als veraltet gilt. In der Praxis ist diese Einteilung jedoch wenig hilfreich.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Alter der Technik, sondern darin, wie sich die Verfahren bei unterschiedlichen Stückzahlen verhalten. DTF ist sehr flexibel und ideal für kleine Mengen. Siebdruck benötigt mehr Vorbereitung, wird dafür aber mit steigender Auflage immer effizienter.

Konkret bedeutet das: Schon ab einigen Dutzend T-Shirts ist Siebdruck häufig günstiger pro Stück und oft auch schneller im gesamten Produktionsablauf.

2) Siebdruck: Eine bewährte Methode mit klaren Vorteilen

Siebdruck wird seit Jahrzehnten für den Textildruck eingesetzt – und das aus gutem Grund. Dabei kommt ein Polyester-Siebdruckgewebe zum Einsatz, das auf einen Rahmen gespannt und mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet ist.

Das Motiv wird mithilfe einer Filmvorlage auf das Sieb übertragen. Die Farbe gelangt nur durch die offenen Stellen und wird direkt in den Stoff gedruckt. Für jede Farbe wird ein eigenes Sieb benötigt.

Vor dem eigentlichen Druck erfolgen einige anfängliche Druckeinstellungen, zum Beispiel Ausrichtung, Farbauftrag, Druck und Trocknung. Diese Phase dauert etwas länger, sorgt aber für einen gleichmäßigen und zuverlässigen Druck während der gesamten Produktion.

3) DTF-Druck: Flexibel, aber nicht immer die günstigste Lösung

Beim DTF-Druck wird das Motiv zunächst auf eine spezielle Folie gedruckt. Anschließend wird Klebepulver aufgetragen, das Ganze erhitzt und danach mit einer Transferpresse auf das T-Shirt übertragen.

Viele Kundinnen und Kunden schätzen DTF, weil sich sehr detailreiche, farbintensive Motive umsetzen lassen – auch ohne Farbseparationen. Besonders für Einzelstücke oder sehr kleine Auflagen ist das praktisch.

Diese Flexibilität hat jedoch ihren Preis, vor allem wenn die Anzahl der T-Shirts steigt.


4) Kostenvergleich: Siebdruck oder DTF für T-Shirts

Kosten für Siebdruck pro T-Shirt

Beim Siebdruck entstehen die meisten Kosten zu Beginn: Erstellung der Filmvorlagen, Belichtung der Siebe und die ersten Druckeinstellungen. Diese Schritte werden nur einmal pro Auftrag durchgeführt.

Sobald die Produktion läuft, sind die Kosten pro weiterem T-Shirt gering. Der Farbverbrauch ist effizient und der Druckprozess sehr schnell. Das bedeutet: Je höher die Auflage, desto niedriger der Preis pro T-Shirt.

Für Bestellungen ab etwa 30, 50 oder 100 Stück ist Siebdruck in der Regel die wirtschaftlichste Lösung.

Kosten für DTF-Druck pro T-Shirt

DTF hat kaum Anfangskosten, dafür fallen bei jedem einzelnen T-Shirt wiederkehrende Kosten an: Folie, Tinte, Klebepulver, Energie und das manuelle Pressen.

Dadurch bleibt der Preis pro T-Shirt relativ konstant, unabhängig von der Bestellmenge. Bei mittleren oder großen Auflagen ist DTF deshalb häufig teurer als Siebdruck.

5) Produktionszeiten: Wie lange dauert Ihr Auftrag?

Produktionszeit beim DTF-Druck

DTF kann schnell gestartet werden, da keine Siebe vorbereitet werden müssen. Allerdings muss jedes T-Shirt einzeln bearbeitet werden, was den Gesamtzeitaufwand bei größeren Mengen deutlich erhöht.

Produktionszeit beim Siebdruck

Siebdruck braucht mehr Zeit in der Vorbereitung. Sobald diese abgeschlossen ist, läuft die Produktion jedoch zügig und gleichmäßig.

Bei mittleren und großen Aufträgen ist Siebdruck deshalb oft schneller abgeschlossen als DTF.

6) Warum die Stückzahl so entscheidend ist

Die Menge ist der wichtigste Faktor bei der Wahl zwischen Siebdruck und DTF. Für wenige T-Shirts kann DTF sinnvoll sein. Mit zunehmender Stückzahl spielt Siebdruck seine Stärken aus.

Deshalb wird Siebdruck häufig für Events, Firmenbekleidung, Vereine, Sportteams und Merchandise eingesetzt, das später nachbestellt werden soll.

7) Qualität, Haltbarkeit und Tragegefühl

Haltbarkeit beim Siebdruck

Ein korrekt ausgeführter Siebdruck ist sehr langlebig. Die Farbe verbindet sich mit dem Stoff und hält auch häufigem Waschen stand.

DTF-Drucke können optisch sehr scharf sein, liegen jedoch als Schicht auf dem Stoff. Bei großen Motiven kann sich das Druckbild fester und weniger atmungsaktiv anfühlen.

8) Fazit: Welche Methode ist die beste für Ihre T-Shirts?

DTF ist eine gute Wahl für kleine Bestellungen, sehr komplexe Motive oder kurzfristige Projekte.

Für die meisten Kundinnen und Kunden, die T-Shirts in mittleren oder größeren Mengen bedrucken möchten, bleibt Siebdruck die bessere Wahl. Er bietet niedrigere Stückkosten, verlässlichere Produktionszeiten und eine langlebige Druckqualität.

Wenn Sie Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und dauerhaft schöne T-Shirts legen, ist Siebdruck nach wie vor die sicherste Entscheidung.